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DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

Seit 100 Jahren beschäftigt sich das Engler-Bunte-Institut im Umfeld von wissenschaftlicher Forschung und technischer Anwendung mit nachhaltiger Energie- und Wassernutzung im Sinne eines sicheren und schonenden Umgangs mit den Ressourcen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Aus- und Weiterbildung von Studierenden und von Fachleuten und auf der Erforschung und Entwicklung von effizienten Verfahren, von Analyse- und Messmethoden und deren ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen.

Der Bereich Chemische Energieträger – Brennstofftechnologie beschäftigt sich in Forschung und Lehre vor allem mit der Verfahrenstechnik der Umwandlung und Veredelung von Brennstoffen vor deren Verwendung. Forschung und Entwicklung konzentrieren sich auf die fossilen Brennstoffe Gas, Erdöl und Kohle, aber auch zunehmend auf erneuerbare Brennstoffe wie z. B. Biomasse und Abfallstoffe, auf synthetische Brennstoffe wie Wasserstoff, SNG und Fischer-Tropsch-Produkte sowie auf die Umwelttechnik bei der Brennstoff-Nutzung in Industrie und Haushalt. Dabei stehen vor allem die rationale Nutzung der chemischen Brennstoffe und die Weiter- oder Neuentwicklung der Veredelungsverfahren unter Einbeziehung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse im Vordergrund.

Die aktuelle Forschung im Bereich Chemische Energieträger – Brennstofftechnologie und in den angegliederten DVGW-Abteilungen fokussiert sich auf die Erzeugung von synthetischen Brennstoffen aus Biomasse und auf neue Wege zur effizienten Umwandlung, Veredlung und Nutzung der konventionellen fossilen Energieträger. Die stets damit verbundene Schwefelproblematik wird auf zwei unterschiedlichen Wegen angegangen. Zum einen werden nahezu alle Aspekte der konventionellen Entschweflung der Brennstoffe betrachtet, zum anderen werden alternative Konzepte wie beispielsweise die schwefeltolerante Katalyse speziell bei der Dampfreformierung von Erdgas verfolgt und weiter entwickelt. Weiter wird die thermische Vergasung von Biomasse untersucht. Einen Schwerpunkt dabei bilden Untersuchungen zur Entstehung und zur Zerstörung von Ruß und Teer. Einen weiteren Aspekt der thermochemischen Vergasung stellt die Verbesserung des Gesamtwirkungsgrades der Vergasung durch den Einsatz der „chemischen Quenche“ von Syntheserohgasen dar, bei der die thermische Energie des Rohgases genutzt wird.

Die DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut ist eine selbständige Einrichtung der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches an der Universität Karlsruhe (TH). Ihre Aufgabe sind die Prüfung, Überwachung und Zertifizierung in Verbindung mit dem DVGW. Die Forschungsstelle unterstreicht den Anwendungsbezug der Lehrstühle des Engler-Bunte Instituts. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten die Firmen des Gas- und Wasserfachs, entwickeln die Grundlagen praxisgerechter Verfahren und sind in vielfacher Weise in die nationale und internationale Normungsarbeit einbezogen.

Die Abteilung Gastechnologie ist ein kompetenter Ansprechpartner für Industrie und Gasversorgungsunternehmen in Fragen der sicheren und umweltbewussten Aufbereitung, Verteilung und Nutzung von vor allem gasförmigen Brenn- und Kraftstoffen. Aktuell laufende Forschungsprojekte beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit der Erzeugung und Aufbereitung von Methan aus Biomasse. Dabei werden sowohl Arbeiten zur fermentativen (Biogas) als auch zur thermochemischen Erzeugung (Vergasung und Methanisierung) durchgeführt. Im Bereich der Einspeisung von Biogas werden technische, ökonomische, ökologische und genehmigungsrechtliche Aspekte der Biogasaufbereitung untersucht. Durch die Mitarbeit im DVGW-Projektkreis „Biogas“ werden die Aspekte der Versorgungswirtschaft beachtet. Im Rahmen mehrerer DVGW-Forschungsprojekte wurden schon einzelne Aspekte der Biogaseinspeisung untersucht. Die Gastechnologie führte mehrere bundesweites Messprogramm an Biogas(-einspeise)anlagen verschiedenster Substrate durch. Außerdem wird seit 2007 die Fortbildungs- und Informationsveranstaltung „Erzeugung und Einspeisung von Biogas“ veranstaltet. Ein weiterer Schwerpunkt der DGW-Forschungsstelle stellt Power-to-Gas dar. Neben systemanalytischen Untersuchungen werden auch Pilotprojekte wissenschaftlich begleitet. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Methanisierung des Synthesegases thermochemischer
Prozesse. Hierbei wird neben der prozessanalytischen Betrachtung der gesamten Prozesskette von der Vergasung bis hin zur Methanisierung insbesondere die katalytische Methanisierung in Wabenkatalysatoren und Dreiphasenreaktoren wissenschaftlich untersucht.

Neben Untersuchungen zur thermochemischen Vergasung und zur Synthetisierung von Brennstoffen werden Aspekte der Gasreinigung, Aufbereitung und Einspeisung von Synthesegasen und Biogasen untersucht. Hierbei werden neben systemanalytischen Untersuchungen auch Weiterentwicklungen und Neuentwicklungen durchgeführt. Hierzu sind insbesondere ionische Flüssigkeiten zu erwähnen.

Die DVGW Forschungsstelle betreibt ein akkreditiertes Labor mit Schwerpunkt Brennstoffchemische Analysen und Schwefelanalytik. Zusätzlich werden Gasbehälter außer- und wiederinbetriebgenommen, Odormittel-, Erdgas- Deponiegas-, Biogas- und Industriegaskontrollmessungen durchgeführt.

Kontakt:

DVGW-Forschungsstelle
Am Engler-Bunte-Institut der Universität Karlsruhe (TH)
Engler-Bunte-Ring 1
76131 Karlsruhe

Tel.: 0721 964 0220
Fax: 0721 964 0213
www.dvgw-ebi.de 

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